Foto: Riyadh Air
Willkommen in einer Zukunft, in der der nervige „Vom Flughafen in die Stadt“-Part einfach wegfällt. Riyadh Air und „The Helicopter Company (THC)“ krempeln gerade die letzte Meile um – mit High-End-Transfers per Helikopter, wie man sie sonst nur aus New York oder Cannes kennt.
Stellen wir uns das mal vor: Es ist 9:47 Uhr am King Khalid International Airport. Die Sonne schiebt sich über die Skyline von Riyadh, der Rollkoffer klickt über den Stein – und während andere Passagiere brav auf ihr Taxi warten, geht es für die Premium-Gäste jetzt direkt weiter zum Helipad. Kein Stau, kein Schwitzen, kein „Wo ist nochmal mein Fahrer?“. Riyadh Air liefert den ultimativen Fast-Pass für die Zukunft der Mobilität: Abheben statt anstehen.
Das Konzept solch einer nathlosen Luftmobilität von Tür zu Tür hat der neue Carrier RX aus Riyadh soeben offiziell gemacht. Die Idee dahinter ist so einfach wie einleuchtend: Warum sollte ein Premium-Flugerlebnis am Gate enden? Wer in Business oder First Class landet, soll nicht Minuten oder Stunden später im Stau einschlafen – sondern direkt weiterfliegen zu seinem Ziel in Riyadh oder im nahen Umkreis. Oder soll seine Reise im RX-Helikopter starten, um sogleich staufrei zum internationalen Airport zu fliegen, um in das zum Boarding bereite Flugzeug zu hüpfen. Schnell, smart, elegant – so erlebt man eine Metropole der Zukunft.
Bewährte Technik statt Elektro-Experimente
Interessant ist dabei, dass Riyadh Air bei allem Willen zur Modernität hier auf durchaus klassische oder soll man besser sagen „bewährte“ Hubschrauber setzt. Man macht damit eine klare Ansage gegen alle auf dem Papier innovativ klingende Konzepte von Elektro-Flugzeugen, eVTOL’s usw. die den Test der Realität nicht bestehen. Das deutet darauf hin, dass Riyadh Air bei diesem Konzept tatsächlich einen Realisierungswillen hat, also keine Experimente machen, sondern Service bieten will. Mit Planungen in die Zukunft:
Denn picanto an dieser Geschichte ist, dass sowohl RX selbst, als auch der Helicopter-Betreiber THC beides Unternehmen aus dem Portfolio des saudischen PIF sind. Und THC ist Partner des amerikanischen eVTOL-Schraubers #SAUDIMAG Archer Aviation, der seine elektrischen Flugtaxis auf dem saudischen Markt einführen will. THC wird deren eVTOL-Testflüge im Königreich fachlich begleiten, die im Bereich des Resorts Red Sea Global geplant werden. Riyadh Air’s Strategie scheint es zu sein, den Last-Mile-Flugservice mit klassischen Helikoptern zu positionieren und bei Verfügbarkeit diese durch eVTOL’s zu ersetzen.
Naja „bei Verfügbarkeit“…wir erinnern uns, dass sich in den letzten Jahren zahlreiche traditionsreiche Airlines – darunter auch Saudia, vor den Werbe-Karren mehr als windiger Elektro-Flugzeugschrauber wie Lilium oder Volocopter haben spannen lassen, die sich mittlerweile allesamt als leere Windhosen herausgestellt haben (wir haben mehrfach berichtet). Lars von Lennep, der Aviation-Geek bei #SaudiMag, schätzt, dass es gute zehn Jahre braucht, bis irgendein Elektroflieger kommerziell Fluggäste befördern kann.

Für Riyadh Air ist das also alles erst mal klassischer Helikopter-Flugdienst. Aber auch mehr als ein Service-Upgrade– es ist eine klare Ansage. Denn RX will durch Digitalisierung und Premium-Erlebnisse eine Mobilität ohne Umwege schaffen. Schon heute hat die Airline Partnerschaften mit Uber und Blacklane für die Bodenmobilität. Mit dem Helikopter kommt jetzt die Luftstrecke dazu – die letzte Meile wird zum kürzesten und stylishsten Teil der ganzen Reise. Aber auch: zum analogsten Abschnitt der eigenen Vision.
Das Fazit von #SaudiMag
Klingt gut, für Riyadh Air bedeutet das aber, dass erst einmal eigene Flugzeuge herbei müssen – mindestens drei der vielen bereits bestellten Boeing 787-9 braucht man für einen regelmäßigen, kommerziellen Flugbetrieb. Zur Zeit nutzt die Airline für die Bedienung des Flugplans zwischen London und Riyadh lediglich seinen von Oman Air geborgten Werbeträger, der kein RX-Kabinenprodukt umfasst und deshalb ausschließlich Gäste der Airline befördert – also Mitarbeiter:innen von RX, PIF und wer noch alles beteiligt ist. Das soll im Frühjahr 2026 anders werden, wenn tatsächlich regelmäßige Flüge mit eigenen Maschinen und echten Passagieren starten können – gesetzt der Fall, die Maschinen werden pünktlich geliefert.
Dann können über Riyadh die Rotorblätter auf Touren kommen, und es würde genau das entstehen, wofür die Vision 2030 steht: ein Königreich, das immer weiter aufsteigt – mit Gästen, die nicht am Terminal warten, sondern bereits die Aussicht genießen #
Ach, übrigens:

Können die bei dieser Airline mehr als Flugzeuge anmalen? Die haben in 3 Jahren nicht mehr gemacht als zwei 787 gemietet und lackiert und jetzt mieten die helicopter und malen die wieder an. solange die nicht wirklich fliegen braucht man keine hubschrauber…wie immer bei den arabern: blablablabla
Paar Millionäre rumfliegen ist einfach. Totale Müllidee null nachhaltig noch mehr Individualverkehr !
sieht danach aus das man keine Experimente machen will wo sowieso alles schon außer Termin läuft überall IM KÖNIGREICH wie ihr immer schreibt
Hubschrauber? Haben die nicht mal gesagt Ende 2025 hätten die 100x Boeing 787 am Start 🤪