Business is female:

Saudi-Arabiens nächste Wachstumsstory
Entrepreneursksa

Foto: Creativwomen

Sie gründen schneller, denken globaler und investieren mutiger denn je. Saudische Frauen sind längst keine Randnotiz mehr in der Wirtschaft des Königreichs – sie sind einer der Wachstumsmotoren. Zwischen Vision 2030 und unternehmerischem Reality-Check entsteht gerade eine neue Generation von Gründerinnen, Entscheiderinnen und Leaderinnen. Und die Zahlen? Die sprechen eine ziemlich klare Sprache.

Was früher als Ausnahme galt, ist heute wirtschaftlicher Mainstream: Saudische Frauen prägen die Unternehmenslandschaft des Königreichs so stark wie nie zuvor. 2025 wurden rund 750.000 neue Unternehmen von Frauen registriert – ein Zuwachs von mehr als 40 Prozent in nur zwei Jahren. Jeden einzelnen Tag kommen rund 300 neue Unternehmen hinzu. Bereits vor zwei Jahren zeichnete sich dieser Trend ab, wie eine Statistik auf Grundlage von Daten der Weltbank zeigte:

Statista FES

Tatsächlich ist der aktuelle – soll man es „Boom“ nennen ? – mehr als eine Statistik. Es zeigt sich ein struktureller Wandel – weg von Teilhabe, hin zu echter wirtschaftlicher Führung. Neue Meldungen des saudischen Wirtschaftsministeriums machen deutlich: Große Unternehmen im Besitz saudischer Frauen verzeichneten ein Wachstum von 151 Prozent und investieren heute in 88 unterschiedliche Sektoren. An der Spitze steht ausgerechnet das Bauwesen – ein Bereich, der lange als Männerdomäne #SaudiMag galt. Game changed. Die wirtschaftlichen Portfolios sind längst diversifiziert: IT, Immobilien, Tourismus – saudische Unternehmerinnen sind überall dort aktiv, wo Zukunft entsteht.

Dieser Aufstieg kommt nicht zufällig. Er ist das Ergebnis gezielter Reformen im Rahmen der Vision 2030. Die Abschaffung der Vormundschaftserlaubnis für wirtschaftliche Aktivitäten, die vollständige Gleichstellung in Verwaltungsprozessen und die Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen haben den Weg freigemacht. Drei Minuten – und du bist Unternehmerin.

Leadership ist kein Titel, sondern Realität

Ende 2025 waren laut Allgemeiner Statistikbehörde 9,8 Millionen Frauen erwerbstätig, was einer Erwerbsquote von 36,2 Prozent entspricht. Dies ist zwar nur die Hälfte im Vergleich zu den EU-Staaten, aber man darf die unterschiedlichen kulturellen Maßstäbe nicht ausblenden. Über 78.000 Führungspositionen werden inzwischen von Frauen besetzt. Das ist kein Symbolismus, sondern institutionelles Vertrauen.

Trotz aller Fortschritte bleibt der Weg nicht frei von Hürden. Das größte Hindernis ist weniger strukturell als mental: das Vertrauensdefizit. Rund 24 Prozent der Frauen zweifeln an ihren unternehmerischen Fähigkeiten – doppelt so viele wie Männer. 31 Prozent halten eine Gründung sogar für unmöglich. Dazu kommen klassische Startup-Probleme: fehlende Finanzierung (32 Prozent) und mangelnde strategische Begleitung (39 Prozent). Klar ist: Zugang allein reicht nicht. Es braucht gezielte Finanzierungsinstrumente, Mentoring, Sichtbarkeit – und Programme, die Frauen nicht nur starten lassen, sondern langfristig erfolgreich machen. Denn hier gibt es noch Ausbauarbeit zu tun: Gründungen von Frauen schaffen den Sprung aus der Gründungs- in die Wachstumsphase nicht so oft wie von Männern initiierte Unternehmen.

Die Stärkung saudischer Frauen ist längst kein soziales Add-on mehr. Sie ist ein wirtschaftlicher Hebel. Frauen erweitern die Wohlstandsquellen des Landes, treiben Innovation voran und sichern nachhaltiges Wachstum. Kurz gesagt: Ohne sie ist Vision 2030 nicht denkbar. Oder anders gesagt: Saudi-Arabiens wirtschaftliche Zukunft ist ebenso männlich, wie sie weiblich ist #

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